Bericht zur Nachtregatta 2025 – Starke Präsenz unseres Hafenvereins

VC-Cup FWAG – Night Challenge 2025 – Starke Präsenz unseres Hafenvereins

Am Samstag, 23. August 2025, fiel pünktlich um 20.00 Uhr der Startschuss zur legendären Nachtregatta auf dem Vierwaldstättersee. Mit sieben Booten war unser Hafenverein so stark vertreten wie selten zuvor: Nessi (Pascal), Taifun (Julian), Vitesse (Skipperin Sonja), Astrea (Urs), Freya (Rochus), Aquarius (Beat) und Bergwind (Ruud) stellten sich der besonderen Herausforderung einer langen Nacht unter Sternenhimmel. Unterstützt wurde das Geschehen durch die kompetente Wettfahrtleiterin Marlies Grobelny,  das Sicherheitsteam Security 1 mit Ludwig und Simone auf dem Motorboot sowie Peter als Sicherheitsbeauftragten (SiBE), flankiert von Marc und Melanie.

Der Start – fulminant und verhalten zugleich

Einige Boote erwischten einen Traumstart:  Nessi,  Taifun und Vitesse setzten sich sofort an die Spitze, während BergwindAquarius und Freya zunächst etwas zurückblieben. Freya suchte ihr Glück Richtung Treib, während sich vorne bereits ein erstes Duell zwischen Nessi und Taifun abzeichnete.

Erste Überraschungen

Auf Höhe Gersau führte die Nessi, gefolgt von der Taifun. Die Vitesse blieb in einem Windloch stecken und musste Astrea, ein Cruiserboot nota bene! und Freya aufschliessen lassen. Nur die Bergwind fand einfach keinen konstanten Wind und musste weiter kämpfen.

Die „Nase“ und das Sperrgebiet bei Kehrsiten

Als erstes passierte die Nessi die Nase, dicht verfolgt von der Taifun. Die Vitesse kam endlich frei und nahm mit der Freya in unmittelbarer Nähe die Verfolgung auf, während Astrea und Aquarius um die bessere Position rangen.

Bei Kehrsiten wartete eine knifflige Passage: Ein Sperrgebiet durfte laut Segelanweisung nicht gequert werden. Die Nessi umfuhr es südlich am Bürgenstockufer. Die Taifun übersah das schlecht ausgeleuchtete Gebiet und geriet in eine regeltechnisch prekäre Situation. Die Vitesse entschied sich für die sichere nördliche Umfahrung, während die Freya die kürzere, aber windschwächere Südroute wählte – ein Plan, der sich nicht auszahlte: Sie geriet ins Nachteil und musste die Vitesse ziehen lassen.

Security 1 mit Ludwig und Simone machte mit dem kräftigen Bordscheinwerfer auf das Sperrgebiet aufmerksam und unterstützte so die Crews bei der sicheren Umfahrung.

Rückkehr bei Stansstad

An der Wendeboje vor Stansstad zeigte sich ein neues Bild: Taifun profitierte von ihrem nördlichen Kurs und übernahm die Spitze, vor NessiVitesseFreyaAstrea und AquariusBergwind, tapfer kämpfend, lag zu diesem Zeitpunkt noch bei der Nase zurück.

Aufgabe der Bergwind – Kampfgeist bis zuletzt

Um 02:30 Uhr musste die Bergwind die Regatta auf Höhe Kehrsiten aufgeben. Zu viele Windlöcher und Pech verhinderten ein Weiterkommen. Trotzdem: ein großes Kompliment an Ruud und seine Crew für den unermüdlichen Einsatz – nächstes Jahr wird das Windglück hoffentlich auf ihrer Seite sein!

Der packende Zieleinlauf

Für die Racerboote lag das Ziel vor unserem Hafen. Der Rückweg nach Fallenbach wurde zum Nervenspiel: Nessi blieb der Taifun hartnäckig auf den Fersen. Kurz vor dem Ziel, kaum 40 Meter entfernt, flaute der Wind fast völlig ab. In einem dramatischen Finish „spülte“ eine Bö die Nessi hauchdünn vor der Taifun durchs Ziel – beide erreichten praktisch zeitgleich um 03:50 Uhr die Ziellinie.

Die Vitesse kämpfte sich nach einer quälenden Flaute bei Gersau und einer zweiten vor dem Ziel (30 Minuten für die letzten 100 Meter!) um 05:00 Uhr ins Ziel. Freya geriet bei Gersau ebenfalls noch einmal in ein Windloch, konnte aber dennoch zufrieden um 06:20 Uhr die Ziellinie passieren.

Für die beiden Cruiserboote lag das Ziel bei der Nase: Aquarius blieb der Astrea hartnäckig auf den Fersen und konnte bis auf 400 m herankommen. Doch die Astrea behauptete ihren Vorsprung bis ins Ziel.

Bedingungen und Fazit

Die Bedingungen hätten für eine Nachtregatta kaum besser sein können: konstante 0–8 kn Wind, ideale Voraussetzungen für Spinnaker und Gennaker, dazu ein klarer Sternenhimmel bei Neumond und angenehme Temperaturen. Am Sonntagmittag fand die Rangverkündigung im RVB-Zelt statt. Da die Taifun das Sperrgebiet bei Kehrsiten nicht korrekt umsegelte, wurde sie nicht rangiert – bitter, aber sportlich akzeptiert.

Fazit: Eine Nacht voller Spannung, Taktik und Durchhaltewillen. Unser Hafenverein zeigte eindrucksvoll Präsenz und Teamgeist – auf dem Wasser ebenso wie an Land. Ein herzliches Dankeschön speziell an Marlies, Ludwig, Simone, Peter, Vrene, Marc und Melanie für den wertvollen Einsatz für diesen Anlass. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund unentgeltlich ihren Einsatz leisten, wären solche Anlässe nicht möglich. Vielen Dank!

Wir freuen uns schon jetzt auf die Nachtregatta 2026 – wenn es wieder heißt: Segeln unter Sternen! 🌙⛵✨

Link zum Tracking: https://www.metasail.it/incoming/769/

Text: Florian (Hafenverwalter)